Demonstration der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc im Wallfahrtsort Tschenstochau (Polen). Die illegale Gewerkschaft Solidarnosc wird zu einer Massenbewegung, die nicht mehr zu stoppen ist.
Quelle: AP Photo

Die Friedens- und Umweltbewegung

Ab Ende der 1970er-Jahre entstehen in der DDR oppositionelle Gruppen. Ihr Protest richtet sich gegen die Aufrüstung und Militarisierung der Gesellschaft, gegen Umweltzerstörung und den Verfall der Städte. Trotz staatlicher Verfolgung engagieren sich Menschen in der Friedens- und Umweltbewegung.

Auf dem Wittenberger Kirchentag am 24. September 1983 schmiedet Stefan Nau vor viertausend Zuschauern ein Schwert in eine Pflugschar um. Die Losung „Schwerter zu Pflugscharen“ war zunächst vor allem bei kirchlichen Friedensveranstaltungen aufgetaucht. 1981 als Aufnäher in die breite Öffentlichkeit gelangt, wird sie zum Protestsymbol. Der Staat verfolgt alle, die solche Abzeichen tragen.
Quelle: Dirk Eisermann/Hamburg

Die Friedensgruppen wenden sich gegen die Militarisierung der DDR-Gesellschaft, das internationale Wettrüsten und die atomare Bedrohung. Anfang der 1980er-Jahre wird die Losung "Schwerter zu Pflugscharen" zum wichtigsten Symbol der Friedensbewegung in der DDR.

Smog, Waldsterben und saurer Regen leugnet die DDR-Führung. Die offen zutage tretende Zerstörung des Lebensraums bringt immer mehr Menschen dazu, sich für den Erhalt der Umwelt zu engagieren.

Mit öffentlichen Aktionen versuchen Friedens- und Umweltgruppen, auf Missstände aufmerksam zu machen. Die Staatsmacht bekämpft sie mit polizeilicher Gewalt und geheimdienstlichen Methoden. Mitglieder der Gruppen müssen nicht nur mit beruflichen und sozialen Nachteilen rechnen, sondern auch mit Verhaftungen und Hausdurchsuchungen. Dennoch wächst in den 1980er-Jahren die Zahl der oppositionellen Gruppen.

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