Demonstration der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc im Wallfahrtsort Tschenstochau (Polen). Die illegale Gewerkschaft Solidarnosc wird zu einer Massenbewegung, die nicht mehr zu stoppen ist.
Quelle: AP Photo

Alternativen in Bildung und Kultur

Eltern gründen 1980 einen Kinderladen im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Sie wollen ihre Kinder nicht den staatlichen Kinderkrippen überlassen, sondern über die Betreuung selbst bestimmen. Der SED-Staat sieht in dieser Eigeninitiative seine kommunistische Erziehung infrage gestellt und veranlasst im Dezember 1983 eine Zwangsräumung.
Quelle: Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes der DDR
Sprengung eines Gasometers im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg 1984. Die SED lässt drei Gasometer sprengen, um ein Neubauviertel und einen Aufmarschplatz für Kundgebungen zu errichten. Bürgerproteste gegen diese Zerstörung historisch wertvoller Industriebauten haben keinen Erfolg.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Volker Döring
Die SED-Führung plant in den 1980er-Jahren den Bau einer Schnellstraße durch den Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee. Ab 1986 protestieren Angehörige der Gruppe Frauen für den Frieden gegen dieses Projekt und mobilisieren die Öffentlichkeit. Das Vorhaben wird eingestellt.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Im Herbst 1988 werden in Ost-Berlin Schüler aus politischen Gründen von einer Schule verwiesen. DDR-weit solidarisieren sich Menschen und diskutieren die Missstände im Bildungswesen. Marianne Birthler (links oben) initiiert die alternative Abendschule „Anders lernen“. Die Jugendlichen beginnen, sich selbstbestimmt Wissen anzueignen – zu Themen, die in den Schulen tabu sind.
Quelle: Privatarchiv Marianne Birthler
Verfall des Holländischen Viertels in Potsdam um 1989. In vielen Städten der DDR verfallen erhaltenswerte historische Gebäude, da der Staat die notwendige Sanierung unterlässt. Kritiker des Städteverfalls dokumentieren den Zustand der Bausubstanz und warnen vor dem Verlust von Geschichte, manche bilden Initiativen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
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