Demonstration der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc im Wallfahrtsort Tschenstochau (Polen). Die illegale Gewerkschaft Solidarnosc wird zu einer Massenbewegung, die nicht mehr zu stoppen ist.
Quelle: AP Photo

Die Opposition tritt an die Öffentlichkeit

Im Laufe der 1980er-Jahre entstehen in allen Regionen der DDR oppositionelle Gruppen. Sie versuchen, mit Veranstaltungen und illegalen Publikationen eine eigene Öffentlichkeit herzustellen. Der Zusammenschluss in Netzwerken und Verbindungen in den Westen vergrößern den Aktionsradius entscheidend.

Till Böttcher in der Umwelt-Bibliothek in Ost-Berlin: Die Zeitschriften und Flugblätter der Opposition werden auf einfachen Vervielfältigungsgeräten hergestellt. Maschinen und Druckutensilien sind rar, stammen meist aus kirchlichen Beständen oder werden aus dem Westen in die DDR geschmuggelt.
Quelle: Harald Hauswald / OSTKREUZ
Im Herbst 1989 werden auf solchen Wachsmatrizenmaschinen rund um die Uhr Flugblätter, Erklärungen und Samisdatzeitschriften gedruckt.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Siegbert Schefke
Druckutensilien, die für die Herstellung von Zeitschriften und Flugblättern der Opposition verwendet wurden.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Tom Sello

1986 entsteht in Ost-Berlin mit der Initiative Frieden und Menschenrechte eine wichtige Oppositionsgruppe. Sie dokumentiert die Verletzung der Menschenrechte in der DDR und fordert elementare Freiheitsrechte und Demokratie.

Ebenfalls 1986 gründet sich in Ost-Berlin die Umwelt-Bibliothek. Interessierte können in ihren Räumen Informationen austauschen, in der DDR verbotene Publikationen lesen und Auftritte kritischer Künstler erleben. Bald entstehen in weiteren Städten ähnliche Bibliotheken. Sie entwickeln sich schnell zu Kommunikationszentren.

Friedens-, Umwelt- und Wehrdienstverweigerergruppen schließen sich in Netzwerken zusammen und verbreiten in kleinen Auflagen Untergrundzeitungen. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen. In den Westen übergesiedelte DDR-Kritiker und westdeutsche Journalisten unterstützen die Oppositionellen im Osten.

Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. In diesen Heften werden an der staatlichen Zensur vorbei offiziell verschwiegene Informationen verbreitet.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. In diesen Heften werden an der staatlichen Zensur vorbei offiziell verschwiegene Informationen verbreitet.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. In diesen Heften werden an der staatlichen Zensur vorbei offiziell verschwiegene Informationen verbreitet.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er Jahre. In diesen Heften werden an der staatlichen Zensur vorbei offiziell verschwiegene Informationen verbreitet.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
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