Demonstration der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc im Wallfahrtsort Tschenstochau (Polen). Die illegale Gewerkschaft Solidarnosc wird zu einer Massenbewegung, die nicht mehr zu stoppen ist.
Quelle: AP Photo

Samisdat

In der DDR können Bücher und Zeitschriften nur mit behördlicher Genehmigung erscheinen. Der Staat zensiert und verbietet missliebige Werke. Mit der Herausbildung einer Subkultur und oppositioneller Gruppen entwickelt sich in den 1980er-Jahren eine facettenreiche Untergrundliteratur.

Schriften werden ohne staatliche Genehmigung produziert, vervielfältigt und unter der Hand weitergereicht. Verbotene Bücher werden abgeschrieben und in Umlauf gebracht. Für diese Art der Herstellung und Verbreitung illegaler Schriften bürgert sich das russische Wort Samisdat - Selbstverlag - ein. Die Staatsmacht kann diese Form der kritischen Öffentlichkeit nicht mehr vollständig kontrollieren. Ihr Verbreitungsradius ist allerdings begrenzt.

Vaclav Havels Essay „Versuch, in der Wahrheit zu leben“ erscheint 1980 im Samisdat. Die deutsche Übersetzung kursiert in der DDR als Abschrift. Havel prangert die Verlogenheit der kommunistischen Diktaturen an. Der viel diskutierte Aufsatz ermutigt die Opposition, ihre kritische Haltung offen zu vertreten.
Quelle: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
Mit Schreibmaschine und Durchschlagpapier vervielfältigter Vortrag des Philosophen und DDR-Kritikers Rudolf Bahro. Verbotenes Schriftgut muss in der DDR mühsam vervielfältigt werden. Die wenigen Exemplare gehen von Hand zu Hand.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Der Roman „Im ersten Kreis der Hölle“ des russischen Schriftstellers Alexander Solschenizyn wird Ende der 1960er-Jahre zunächst im Samisdat veröffentlicht. Auf diese Weise kann die staatliche Zensur in der Sowjetunion teilweise umgangen werden.
Quelle: Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen
Das Buch „Urkunde – 40 Jahre“ wird 1989 unter anderem von der Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley im Samisdat veröffentlicht. Die Herausgeber haben Ostdeutsche nach ihrer Sicht auf die Verhältnisse in der DDR befragt. Die dabei gewonnene Bestandsaufnahme steht der offiziellen Sicht diametral entgegen. Im Herbst 1989 erscheint das Buch auch in der Bundesrepublik.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Publikationen oppositioneller Gruppen aus der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre. Die Untergrundblätter werden an der staatlichen Zensur vorbei in kleinen Auflagen verbreitet. In ihnen ist zu lesen, was die offiziellen DDR-Medien verschweigen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft

Die Herstellung eigener Zeitungen und Bücher im Samisdat hat vor allem in der Sowjetunion, in Polen und in der Tschechoslowakei eine längere Tradition. So fordert der tschechische Schriftsteller Vaclav Havel die Freiheit des Wortes und kritisiert offen die Diktatur. Seine Werke sind offiziell verboten und können nur über den Samisdat Leser finden.

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