Demonstration der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc im Wallfahrtsort Tschenstochau (Polen). Die illegale Gewerkschaft Solidarnosc wird zu einer Massenbewegung, die nicht mehr zu stoppen ist.
Quelle: AP Photo

Kritiker in der DDR

Der Wissenschaftler Robert Havemann (l.) und der Liedermacher Wolf Biermann (r.) kritisieren den SED-Staat und fordern Demokratie. Havemann verliert seine Professur und wird zeitweise unter Hausarrest gestellt. Biermann erhält Auftrittsverbot und wird 1976 aus der DDR ausgebürgert. Auf Havemanns Grundstück in Grünheide bei Berlin, 1976.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Der evangelische Gemeindepfarrer Oskar Brüsewitz 1974 in Rippicha bei Zeitz. Brüsewitz wendet sich immer wieder gegen die Unterdrückung der Religions- und Meinungsfreiheit. Im August 1976 will er ein Fanal setzen und verbrennt sich auf dem Marktplatz von Zeitz (Sachsen-Anhalt).
Quelle: Brüsewitz-Zentrum/Woltersdorf
Der evangelische Pfarrer Walter Schilling tritt für demokratische Strukturen in Kirche und Gesellschaft ein. Er ist ab den 1970er-Jahren maßgeblich am Aufbau der kirchlichen Offenen Jugendarbeit beteiligt. In den 1980er-Jahren wird er zu einer Autorität in der oppositionellen Szene der DDR.
Quelle: Archiv Geschichtswerkstatt Jena
Der evangelische Pfarrer Christoph Wonneberger berät Wehrdienstverweigerer. 1981 gründet er eine Initiative für einen Zivildienst in der DDR, was vielen Jugendlichen aus der Seele spricht. Ab 1986 koordiniert er die Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche und unterstützt oppositionelle Gruppen.
Quelle: Privatarchiv Christoph Wonneberger
Der SED-Funktionär und Philosoph Rudolf Bahro veröffentlicht 1977 im westdeutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel einen Vorabdruck seiner „Kritik des real existierenden Sozialismus“. Er wird deshalb in der DDR 1978 zu acht Jahren Haft verurteilt und nach internationalen Protesten 1979 in die Bundesrepublik abgeschoben.
Quelle: Roger Melis
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