• 01.08.2017

Haus 15 - Es steht ein Haus in Lichtenberg

Haus 15 der Stasi-Zentrale Ecke Frankfurter Allee - Ruschestraße. Wo zu DDR-Zeiten Auslandsspionage betrieben wurde, wohnten bis zum 31. Juli 2017 noch Flüchtlinge.
Quelle: Christhard Läpple

Thementag CAD: Labor für gelebte Demokratie

Was soll der Campus für Demokratie leisten? Wie kann es gelingen, die Stasi-Zentrale mit neuem Leben zu erfüllen? Während des Thementages „Campus für Kunst und Demokratie“ der Citizen Art Days (CAD) am 28. Mai erfuhren Besucher, Experten und Künstler, wie gelebte Demokratie an diesem Ort aussehen kann.

Bildungsarbeit und Schülerprojekte in der Stasi-Zentrale

Junge Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, haben keine Vorstellung vom Leben in der Diktatur. In der Stasi-Zentrale erfahren sie am historischen Ort, wie die DDR-Geheimpolizei organisiert war und wie sie der SED über 40 Jahre die Herrschaft sicherte. Die Dauerausstellung „Revolution und Mauerfall“, die am 15. Juni im Innenhof des Areals in Lichtenberg eröffnet wird, wirft einen anderen Blick auf die Geschichte. Sie zeigt, wie die Diktatur in der DDR überwunden wurde.  

Neue Impulse für die Stasi-Zentrale

Das ehemalige Stasi-Gelände teilen sich heute viele unterschiedliche Eigentümer und Nutzer. Noch stehen etwa ein Drittel der 175.000 Quadratmeter Nutzfläche leer. Wie sehen die Pläne für die Zukunft aus?

Nach dem Mauerfall wurden große Teile des Areals als Bürostandort der Deutschen Bahn genutzt. Die Stasi-Unterlagenbehörde und das Stasi-Museum haben hier seit 1990 ihren Sitz. Ein Problem war lange Zeit der Leerstand in den ehemaligen Bürogebäuden, die die Bahn an einen privaten Investor verkaufte. Seit Oktober 2015 leben in den 13-stöckigen Plattenbauten an der Ruschestraße 103-104 etwa 1300 Flüchtlinge. Die ehemalige Poliklinik wird als Ärztehaus betrieben. Zudem befinden sich auf dem Gelände ein Finanzamt, verschiedene Verbände und ein alternatives Wohnprojekt.

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