Honeckers unheimlicher Plan - Die geheimen Isolierungslager in der DDR

27.09.2018 | Veranstaltungen

Es ist ein unheimlicher Plan für den „Tag X“: Mit einem speziellen Codewort an alle 211 Kreisdienststellen des MfS wird eine ungeheuerliche Maschinerie in Gang gesetzt: DDR-weit sollen innerhalb von 24 Stunden über 2.900 Personen festgenommen und über 10.000 in Isolierungslager verschleppt werden. Weitere 72.000 Bürgerinnen und Bürger sollen unter verstärkte Überwachung gestellt werden. So sieht es die streng geheime „Direktive 1/67“ von Erich Mielke, Minister für Staatssicherheit, vor.

Anhand von Stasi-Unterlagen und Zeitzeugenberichten rekonstruiert der Dokumentarfilm dieses gewaltige Planspiel von unfassbarem Ausmaß und erschreckender Präzision. Die anschließende Diskussion behandelt unter anderem die Frage, warum dieser Plan in den heißen Tagen des Herbstes 1989 nicht zum Einsatz kam. Im Gespräch:

Im Podium:
Katharina Herrmann, Filmemacherin
Peter Miethe, ehemaliger Mitarbeiter in der Abteilung für Sicherheitsfragen im ZK der SED
Dr. Jens Gieseke, Historiker, Zentrum für Zeithistorische Forschung (ZZF)

Moderation: 
Franziska Hessberger, Moderatorin rbb

Veranstaltungsflyer

Termin: 27. September 2018, 19 Uhr
Ort: Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Haus 22, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße

 

Der Film wird am 01. Oktober 2018 um 23:30 im Programm der ARD erstausgestrahlt.

Ein Film von Herrmannfilm, produziert für den RBB mit Unterstützung durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Der Eintritt ist frei. Die Platzkapazitäten sind begrenzt. 
Der Zugang zu "Haus 22" ist nicht barrierefrei. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

 

Veranstalter:
Die Robert-Havemann-Gesellschaft, HerrmannFilm und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU)

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.


Pressekontakt

Frank Ebert

Open-Air-Ausstellung "Revolution und Mauerfall"

Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.
Ruschestraße 103
10365 Berlin

+49 (0)30 447 108 20
+49 (0)30 447 108 10

frank.ebert[at]havemann-gesellschaft.de

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