„Mauerspechte“ am 10. November 1989 in Berlin. Die Menschen fangen an, die Berliner Mauer selbst abzutragen. Der offizielle Abbau beginnt ebenfalls im November 1989 am Potsdamer Platz und wird ab dem 20. Februar 1990 zwischen Brandenburger Tor und dem Grenzübergang Checkpoint Charlie fortgesetzt.
Quelle: Bundesregierung/Uwe Rau

Auf dem Weg zur Einheit

Nach der Volkskammerwahl werden die Schritte zur Einheit lebhaft diskutiert: Währungsumstellung, soziale Regelungen, verfassungsrechtliche Grundlagen und Eigentumsfragen. Im Juli 1990 werden in der DDR die D-Mark sowie das wirtschafts- und sozialpolitische System der Bundesrepublik eingeführt.

Ostdeutsche am Abend der Währungsunion, 1. Juli 1990. Die westdeutsche D-Mark ist nun auch in der DDR alleiniges Zahlungsmittel.
Quelle: ullstein bild/Jansson

Im Februar 1990 versucht die Regierung Modrow, finanzielle Hilfe aus Bonn zu erhalten, um die Situation in der DDR zu stabilisieren. Die Bundesregierung schlägt dagegen eine Währungs- und Wirtschaftsunion zum 1. Juli vor. Gründe für das zügige Vorgehen sind sowohl die anhaltende Abwanderung der Menschen aus der DDR als auch die desolate Wirtschaft. Kritiker warnen vor einem zu raschen Vollzug der Union, von der sie erhebliche wirtschaftliche und soziale Belastungen erwarten.

Strittig ist, wie die Einheit vollzogen werden soll: durch eine neue Verfassung gemäß Artikel 146 des Grundgesetzes oder durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik nach Artikel 23 Grundgesetz. Außerdem gilt es, offene Vermögensfragen zu regeln und die Verschiebung von Geldern durch noch amtierende alte DDR-Parteifunktionäre zu stoppen.

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