„Mauerspechte“ am 10. November 1989 in Berlin. Die Menschen fangen an, die Berliner Mauer selbst abzutragen. Der offizielle Abbau beginnt ebenfalls im November 1989 am Potsdamer Platz und wird ab dem 20. Februar 1990 zwischen Brandenburger Tor und dem Grenzübergang Checkpoint Charlie fortgesetzt.
Quelle: Bundesregierung/Uwe Rau

Deutsche Einheit und Weltpolitik

Die Staaten der Weltgemeinschaft stehen der deutschen Einheit unterschiedlich gegenüber. Die Bundesrepublik sucht das Gespräch mit ihren Bündnispartnern und den europäischen Nachbarn. Sie regt internationale Verhandlungen an. Im Ergebnis der Zwei-plus-Vier-Gespräche erhält das vereinte Deutschland seine volle Souveränität.

Abbau des Kontrollgebäudes am Checkpoint Charlie in Berlin am 22. Juni 1990 in Anwesenheit führender Politiker der ehemaligen Alliierten. Dieser weltbekannte Grenzübergang an der Berliner Mauer war 1961 für westalliierte Militärangehörige und ausländische Diplomaten eingerichtet worden.
Quelle: Bundesregierung/Lehnartz

Die Wiedervereinigung können die Deutschen nicht allein beschließen. Die Alliierten behalten sich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vor, darüber zu entscheiden. Zudem gehören DDR und Bundesrepublik unterschiedlichen internationalen Bündnissen an. Während die USA die Einheit befürworten, fürchten Großbritannien und Frankreich ein zu starkes Deutschland. Die Sowjetunion lehnt die Vereinigung zunächst ebenfalls ab.

Vor allem Bundeskanzler Helmut Kohl und Außenminister Hans-Dietrich Genscher führen zahlreiche Gespräche auf internationaler Ebene. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Anerkennung der bestehenden Grenzen Europas und die Bündniszugehörigkeit Deutschlands. Ein Durchbruch ist die Aufnahme von Beratungen, an denen die vier Alliierten und beide deutsche Staaten beteiligt sind. Abschließend unterzeichnen die Verhandlungspartner im September 1990 den Zwei-plus-Vier-Vertrag.

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