„Mauerspechte“ am 10. November 1989 in Berlin. Die Menschen fangen an, die Berliner Mauer selbst abzutragen. Der offizielle Abbau beginnt ebenfalls im November 1989 am Potsdamer Platz und wird ab dem 20. Februar 1990 zwischen Brandenburger Tor und dem Grenzübergang Checkpoint Charlie fortgesetzt.
Quelle: Bundesregierung/Uwe Rau

Die Vollendung der Einheit

Mit dem Einigungsvertrag wird die gesamte Rechtsordnung der Bundesrepublik auf das Gebiet der DDR übertragen. Am 3. Oktober 1990 feiern die Menschen den Tag der Einheit. Anfang Dezember finden die ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen statt.

Die Bürger der neuen Bundesländer nehmen am 2. Dezember 1990 erstmals an einer Bundestagswahl teil.
Quelle: Bundesregierung/Harald Kirschner

Von Juli bis August 1990 einigen sich die beiden deutschen Parlamente in drei Verhandlungsrunden auf die Grundlagen der deutschen Einheit. Ende August erfolgt die Unterzeichnung des Einigungsvertrages, um dessen Ausgestaltung heftig gerungen wird.

Besonders umstritten ist ein Erbe des Unterdrückungsstaates: die Akten des Ministeriums für Staatssicherheit. Gegen ihre eigene Regierung und die Bundesregierung erkämpfen die Ostdeutschen im Herbst 1990 mit leidenschaftlichen Protesten, dass die Akten der gefürchteten SED-Geheimpolizei geöffnet werden.

Auf dem Gebiet der DDR werden fünf neue Bundesländer gebildet. Die staatliche Organisation wird damit dem Föderalismus der Bundesrepublik angeglichen. Viele Menschen begrüßen die wieder eingerichtete historische Länderstruktur. Die Mehrheit der ost- und westdeutschen Wähler stimmt bei den Landtagswahlen und den ersten gesamtdeutschen Bundestagswahlen für die konservativen Parteien.

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