„Mauerspechte“ am 10. November 1989 in Berlin. Die Menschen fangen an, die Berliner Mauer selbst abzutragen. Der offizielle Abbau beginnt ebenfalls im November 1989 am Potsdamer Platz und wird ab dem 20. Februar 1990 zwischen Brandenburger Tor und dem Grenzübergang Checkpoint Charlie fortgesetzt.
Quelle: Bundesregierung/Uwe Rau

Gesamtdeutsche Wahlen

Ein wichtiger Schritt im Prozess der deutschen Einheit ist die Wiederherstellung von fünf Ländern auf dem Gebiet der DDR. Sie waren 1952 durch eine größere Anzahl von Bezirken ersetzt worden. Im Juli 1990 beschließt die Volkskammer das Ländereinführungsgesetz.

Am 14. Oktober finden in den fünf neuen Ländern Wahlen statt. Die CDU wird in vier Ländern stärkste Partei. Auch bei den ersten gesamtdeutschen Wahlen zum Bundestag am 2. Dezember 1990 geben die Menschen in den alten und neuen Bundesländern mehrheitlich der CDU ihre Stimme. Den Bürgerbewegungen gelingt der Einzug in alle ostdeutschen Länderparlamente und in den Bundestag. Überall vertreten ist auch die PDS als Nachfolgepartei der kommunistischen Staatspartei SED.

Am 20. Dezember tritt das erste gesamtdeutsche Parlament im Berliner Reichstag zusammen. Bereits am Tag nach den Feiern zur deutschen Einheit sind die gewählten Volkskammerabgeordneten am 4. Oktober in den Bundestag in Bonn eingezogen. Mit den Wahlen im Dezember erhalten alle Parlamentarier nun ihre volle Legitimität. Parallel zu den Bundestagswahlen findet in Berlin die erste Gesamtberliner Wahl zum Abgeordnetenhaus seit 1946 statt.

Auf der Bundesratssitzung am 24. August 1990 wird das Gesetz zur Durchführung der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl beschlossen. Die Ländervertreter im Bundesrat billigen mehrheitlich die dazu notwendige Änderung des Grundgesetzes.
Quelle: Bundesregierung/Wolfgang Lemmerz
In Altenburg gibt es Streit um die Zugehörigkeit zu Sachsen oder Thüringen; schließlich wird Altenburg Thüringen zugeordnet. Die DDR-Bevölkerung hat die 1952 vollzogene politische Gliederung in Bezirke nie angenommen.
Quelle: picture-alliance/HB-Verlag/Sabine Lubenow
Die Wahlbeteiligung bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990 liegt im Osten Deutschlands bei etwa 75 Prozent, im Westen bei etwa 79 Prozent. Stärkste Partei wird die CDU. Sie bildet mit der CSU und der FDP eine Regierungskoalition.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Graphik eckedesign
Feierliches Aufziehen der deutschen Flagge vor der konstituierenden Sitzung des Deutschen Bundestages im Berliner Reichstag am 20. Dezember 1990. Es ist die erste Sitzung eines aus freien Wahlen in ganz Deutschland hervorgegangenen Parlaments seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933.
Quelle: picture-alliance/dpa/Heinz Wieseler
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