„Menschenrechte in der Diktatur - Die Staatssicherheit und der KSZE-Prozess in den 70er und 80er Jahren."

Buchpräsentation mit anschließender Diskussion

27.02.2019 | Veranstaltungen, Aktuelles

Helsinki 1975, die Welt war geteilt in Ost und West. Dennoch handelten 35 Staaten beider Seiten eine gemeinsame Erklärung aus, die auch die Einhaltung von Menschenrechten vereinbarte. Bei der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) war auch die DDR dabei - bemüht um internationale Anerkennung. Für die Stasi war die Unterschrift unter die KSZE-Schlussakte eine Herausforderung: Wie sollte sie nun mit Forderungen der DDR-Bevölkerung nach Menschenrechten umgehen?

Im politischen KSZE-Prozess war die Sowjetunion beim Thema Menschenrechte stärker auf den Westen zugegangen als die SED-Führung. Moskau forcierte für die DDR vielmehr eine Politik der strikten Abgrenzung von der Bundesrepublik. Gleichzeitig beauftragte die SED die Stasi, unerwünschte Nebenwirkungen in der DDR zu bekämpfen. Die Geheimpolizei agierte dadurch im Spannungsfeld zwischen SED und Sowjetunion, vertreten durch den KGB. Doch die Bemühungen der Stasi brachten am Ende wenig. Die Folgen des KSZE-Prozesses reichten mit der steigenden Ausreisebewegung weit ins Jahr 1989 und verschärften die Krise des SED-Staates.

Impulsvortrag:
Dr. Douglas Selvage, Historiker (BStU)

Es diskutieren:
Dr. Douglas Selvage, Historiker (BStU)
Dr. Walter Süß, Historiker, Journalist
Wolfgang Templin, Autor, Bürgerrechtler

Moderation:
Jacqueline Boysen, Journalistin

Termin: 27. Februar 2019, 18.00 Uhr
Ort: Haus 7, Raum 427, Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie, Ruschestraße 103, 10365 Berlin

Verkehrsanbindung: U5 Magdalenenstraße

Veranstaltungsflyer

Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Macht, Menschenrechte, Mauerfall".

Veranstalter: Die Robert-Havemann-Gesellschaft, Vandenhoeck & Ruprecht und der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik.

Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen (Bild, Ton) zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Veranstalter verwendet werden.


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