Protest gegen die Einsetzung von Egon Krenz als Staatsratsvorsitzendem am 24. Oktober 1989 in Ost-Berlin vor dem Staatsratsgebäude.
Quelle: picture-alliance/dpa/Wolfgang Kumm

Die Stasi muss weg

Das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ist das wichtigste Instrument der SED, um die Ostdeutschen unter Kontrolle zu halten. Fast hunderttausend Mitarbeiter der politischen Geheimpolizei beobachten die Bevölkerung. Ein großes Heer an Spitzeln unterstützt sie dabei. Jede kritische Stimme wird verfolgt.

Dienststellen der Staatssicherheit: Flächendeckende Überwachung der Bevölkerung.

Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Graphik eckedesign

Im Laufe des Herbstes 1989 wird der Ruf nach Abschaffung des Ministeriums immer lauter. Mitte November versucht die DDR-Regierung, die Staatssicherheit durch Umbenennung zu retten. Doch die Bevölkerung lässt sich nicht täuschen und bleibt bei ihrer Forderung. Dann verraten qualmende Schornsteine, dass Angehörige der Geheimpolizei überall Akten vernichten und Zeugnisse für begangenes Unrecht beseitigen.

Nun gibt es kein Halten mehr: Innerhalb weniger Tage besetzen Demonstranten die meisten Gebäude des Staatssicherheitsdienstes im ganzen Land. Einzig die Zentrale in Berlin kann noch bis Mitte Januar 1990 weiterarbeiten. In den größeren Städten lösen Bürgerkomitees die Staatssicherheit gegen alle Widerstände auf. Die Komitees formieren sich spontan aus den Reihen der Stasi-Besetzer. Sie spüren Hunderte geheimer Stützpunkte auf, schalten Abhöranlagen ab und sichern die Akten.

Besetzung der regionalen Dienststellen

Besetzung der Zentrale

Bürgerkomitees

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