Protest gegen die Einsetzung von Egon Krenz als Staatsratsvorsitzendem am 24. Oktober 1989 in Ost-Berlin vor dem Staatsratsgebäude.
Quelle: picture-alliance/dpa/Wolfgang Kumm

Leipzig im Aufbruch

Im September 1988 verbietet der Superintendent von Leipzig, Friedrich Magirius, den Leipziger oppositionellen Gruppen, die montäglichen Friedensgebete in der Nikolaikirche zu gestalten. Deshalb halten am 24. Oktober 1988 Udo Hartmann, Frank Sellentin, Rainer Müller, Anita Unger und Uwe Schwabe (v.l.n.r.) den Kirchenbesuchern ihre Meinung auf Transparenten entgegen. Ihre Forderungen müssen sie vor der Kirche verlesen. Es sind dies die ersten Schritte zu den späteren Montagsdemonstrationen.
Quelle: Archiv Bürgerbewegung Leipzig/Christoph Motzer
Fred Kowasch, ein Vertreter der Leipziger oppositionellen Gruppen, spricht am 15. Januar 1989 auf dem Markt zu den Teilnehmern der nicht genehmigten Luxemburg-Liebknecht-Demonstration in Leipzig.
Quelle: Archiv Bürgerbewegung Leipzig
Am 15. Januar 1989 gelingt es etwa fünfhundert Protestierenden, einige Hundert Meter geschlossen durch die Innenstadt zu laufen. Dann greifen die Sicherheitskräfte ein und treiben die Demonstranten auseinander. Zahlreiche Personen werden verhaftet.
Quelle: Archiv Bürgerbewegung Leipzig
Mitglieder der oppositionellen Szene in Leipzig versuchen Anfang Juni 1989, ein Straßenmusikfestival zu organisieren. Die Veranstaltung wird nicht genehmigt. Trotzdem kommen 15 Musik- und Theatergruppen aus der ganzen DDR am 10. Juni 1989 nach Leipzig, um in der Innenstadt zu spielen.
Quelle: Archiv-Bürgerbewegung-Leipzig/Rainer Kühn
Am 4. September 1989 entrollen Katrin Hattenhauer und Gesine Oltmanns in der Leipziger Innenstadt dieses Transparent, das Mitarbeiter der Staatssicherheit gewaltsam herunterreißen. Eine Woche später wird Katrin Hattenhauer von der Geheimpolizei verhaftet.
Quelle: picture-alliance/dpa/Wolfgang Kumm
Während des Friedensgebetes am Eingang der Leipziger Nikolaikirche am 25. September 1989.
Quelle: Johannes Beleites
Am Montag, dem 25. September 1989, demonstrieren fünftausend Menschen das erste Mal auf dem Innenstadtring in Leipzig. Die Polizei greift nicht ein, da sie auf eine solche Situation nicht vorbereitet ist.
Quelle: Johannes Beleites
Am 7. Oktober 1989, dem 40. Jahrestag der Gründung der DDR, protestieren viertausend Menschen in der Leipziger Innenstadt. Die Sicherheitskräfte setzen Knüppel, Hunde und Wasserwerfer ein. Zahlreiche Verletzte und Verhaftete sind die Folge.
Quelle: Gerhard Gäbler/Leipzig
Am 7. Oktober 1989, dem 40. Jahrestag der Gründung der DDR, protestieren viertausend Menschen in der Leipziger Innenstadt. Die Sicherheitskräfte setzen Knüppel, Hunde und Wasserwerfer ein. Zahlreiche Verletzte und Verhaftete sind die Folge.
Quelle: Martin Jehnichen
Am 7. Oktober 1989, dem 40. Jahrestag der Gründung der DDR, protestieren viertausend Menschen in der Leipziger Innenstadt. Die Sicherheitskräfte setzen Knüppel, Hunde und Wasserwerfer ein. Zahlreiche Verletzte und Verhaftete sind die Folge.
Quelle: Gerhard Gäbler/Leipzig
Am 12. Januar 1989 ruft die „Initiative zur demokratischen Erneuerung unserer Gesellschaft“ zur Luxemburg-Liebknecht-Demonstration auf. Die Initiatoren verteilen in einer nächtlichen Aktion Flugblätter. Die Staatssicherheit verhaftet einige der Verfasser im Vorfeld der Protestkundgebung, kann diese indes nicht verhindern.
Quelle: Archiv Bürgerbewegung Leipzig
Die Informationsgruppe zur Freilassung der Inhaftierten, die in Leipzig und Berlin arbeitet, stellt unmittelbar nach den Verhaftungen vom 15. Januar 1989 internationale Öffentlichkeit her. Die Festgenommenen erfahren dadurch weitreichende Solidarität. Unterschriftensammlung der Grünen in Hannover.
Quelle: Archiv Bürgerbewegung Leipzig
In Ost-Berlin finden Fürbittandachten für die in Leipzig am 11. September 1989 Inhaftierten statt. Landesweit werden viele solcher Solidaritätsaktionen organisiert. In der Ostberliner Gethsemanekirche gibt es ab Anfang Oktober 1989 eine Mahnwache für alle politischen Gefangenen.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Unterschriftensammlung aus Rostock vom 12. Oktober 1989 für Demonstranten, die am 11. September 1989 nach den Friedensgebeten in Leipzig festgenommen wurden und nach knapp einem Monat noch in Haft sind.
Quelle: Archiv Bürgerbewegung Leipzig
Blog aufrufen
Kontakte aufrufen
zum Seitenanfang