Robert-Havemann-Gesellschaft/Frank Ebert

Haus des Rundfunks

1989 wurde der Sender Freies Berlin (SFB) zu einer Stimme der Friedlichen Revolution in der DDR. Der Sender berichtete wie kein anderer über die Ereignisse der Revolution und den Mauerfall. Am 9. November um 19.23 Uhr vermeldete der SFB als einer der ersten in seiner Sendung Abendschau die anstehende Maueröffnung. 

In der DDR gab es bis 1989 keine freien Medien. Was und wie öffentlich berichtet werden durfte, entschied die kommunistische SED-Führung. So wurden westdeutsche Radio- und Fernsehsender, die in der DDR fast überall empfangen werden konnten, zur wichtigsten Informationsquelle der Ostdeutschen.

Seit seiner Gründung 1954 begleitete der SFB mit kritischen Beiträgen die Entwicklung in der DDR und berichtete über die Missstände, die im Osten verschwiegen wurden. Der Sender hielt zudem die Verbindung zwischen den Berlinern auf beiden Seiten der Mauer aufrecht.

Eine herausragende Stellung nahm das Fernsehmagazin Kontraste in den 1980er-Jahren in der DDR-Berichterstattung ein. Mutige ostdeutsche Oppositionelle fertigten unter großer Gefahr Filme, Tonaufnahmen, Fotos und Texte über die Situation in der DDR an. Kuriere schmuggelten diese Dokumente nach West-Berlin und Kontraste veröffentlichte sie im Ersten Deutschen Fernsehen. So erreichten die Informationen über die wahren Verhältnisse in der DDR unzensiert die Wohnzimmer in Ost und West. 

Der DDR-Oppositionelle Siegbert Schefke bei Filmaufnahmen zum Altstadtverfall in der DDR, die 1989 in der Sendung Kontraste ausgestrahlt wurden.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Aram Radomski
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