Protest gegen die Einsetzung von Egon Krenz als Staatsratsvorsitzendem am 24. Oktober 1989 in Ost-Berlin vor dem Staatsratsgebäude.
Quelle: picture-alliance/dpa/Wolfgang Kumm

Die Stasi muss weg - Besetzung der regionalen Stasi-Dienststellen

Frauen in Erfurt beschließen am 4. Dezember 1989, der Aktenvernichtung in der Bezirksverwaltung des Staatssicherheitsdienstes ein Ende zu setzen. Sie rufen die Bürger der Stadt auf, das Gebäude zu umstellen. Mehrere Tausend folgen diesem Appell.
Quelle: Schicker Fotodesign
Demonstranten am 4. Dezember 1989 vor der Leipziger Bezirksverwaltung der Staatssicherheit. Trotz der Angst, die Geheimpolizei könnte sich mit Waffengewalt verteidigen, verschaffen sich die Protestierenden Zutritt. Sie bilden Kontrollgruppen und versiegeln die Räume. Noch in derselben Nacht wird auch die Kreisverwaltung besetzt.
Quelle: ullstein bild/Weber
Die Kreisdienststelle der Geheimpolizei in Eisenach wird am 4. Dezember 1989 besetzt. Waffen werden sichergestellt und die Räume versiegelt.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft/Lutz Mittelbach
Rostocker Bürger belagern am 4. Dezember 1989 die Bezirksverwaltung der Staatssicherheit. Nach langen Verhandlungen geben die Eingeschlossenen gegen 22 Uhr auf. Alle verlassen das Gebäude, das von den Bürgern besetzt wird.
Quelle: Heiko Petzold/Archiv Schmidtbauer
Der Bezirksstaatsanwalt (l.) und der stellvertretende Polizeichef von Suhl (r.) schützen den Leiter der Stasi-Bezirksverwaltung (hinten) am 5. Dezember 1989 vor der aufgebrachten Bevölkerung. Obwohl in der Nacht zuvor das Neue Forum Räume im Gebäude versiegelt hat, werden weiter Akten vernichtet. Seit Mittag blockieren Linienbusse die Zugänge.
Quelle: Reinhard Wenzel
Vor der Dresdner Bezirksverwaltung des Staatssicherheitsdienstes demonstrieren fünftausend Menschen am 5. Dezember 1989. Dann stürmen sie das Gebäude, der Leiter des Amtes muss seine Waffe abgeben. Die Beobachtungskameras laufen weiter, bis sie von den Besetzern abgeschaltet werden.
Quelle: picture-alliance/ZB/Ulrich Hässler
Der Staatssicherheit in Gera gelingt es mit verschiedenen Winkelzügen, einer öffentlichen Kontrolle zu entgehen. Am 4. Januar 1990 dringen zum ersten Mal Demonstranten in das Gebäude ein. Ab dem 6. Januar kontrolliert ein Bürgerkomitee die Auflösung. Die Mitglieder finden Papierberge aus vernichteten Akten.
Quelle: Michael Beleites
Der Aufruf des Neuen Forums vom 3. Dezember 1989 ist ein wichtiger Auslöser für die Besetzungen von Gebäuden des Staatssicherheitsdienstes in der gesamten DDR.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
Um einer Besetzung der Bezirksverwaltung Berlin zuvorzukommen, werden Stasi-Offiziere aktiv. Sie lassen über ihre Verbindungen durch das Polizeipräsidium Vertreter der Bürgerbewegungen und der alten Parteien einladen. Am 14. Dezember 1989 wird ein „Kontrollausschuss zur Überwachung der Auflösung“ gebildet. Mehrere Stasi-Spitzel sind dabei.
Quelle: Robert-Havemann-Gesellschaft
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