Protest gegen die Einsetzung von Egon Krenz als Staatsratsvorsitzendem am 24. Oktober 1989 in Ost-Berlin vor dem Staatsratsgebäude.
Quelle: picture-alliance/dpa/Wolfgang Kumm

Gruppe der 20

Der gewaltbereite Protest führt am 3. und 4. Oktober zum Ausnahmezustand auf dem Dresdner Hauptbahnhof. Es gibt Polizeieinsätze mit zahlreichen Verhaftungen und Verletzten, auch an den kommenden Tagen. Eingekesselt von staatlichen Sicherheitskräften, entsenden die Demonstranten am 8. Oktober spontan einige Vertreter aus ihren Reihen, um die aufgeheizte Situation zu beruhigen. Diese Gruppe der 20 erreicht schließlich, dass der SED-Oberbürgermeister sich zum Dialog bereit erklärt.

Nachdem Sicherheitskräfte die Demonstration am 7. Oktober 1989 in Dresden gewaltsam aufgelöst haben, fordern Demonstranten und Kirchenmitarbeiter am Abend des 8. Oktober den gewaltfreien Dialog. Spontan werden per Akklamation Vertreter aus der Menge ausgewählt: Die Gruppe der 20 nimmt am nächsten Tag ihre Arbeit auf.
Quelle: Rigo Pohl
Bereitschaftspolizisten gehen am 8. Oktober 1989 gegen Demonstranten in Dresden vor.
Quelle: Rigo Pohl
Der Superintendent Christoph Ziemer (l.) im Gespräch mit dem Dresdner Oberbürgermeister Wolfgang Berghofer (Mitte). Angesichts der angespannten Lage sieht sich das Stadtoberhaupt gezwungen, dem Dialog mit dem Volk zuzustimmen.
Quelle: Ulrich Hässler
Informationsabend über die Arbeit der Gruppe der 20 in der Katholischen Hofkirche in Dresden am 17. Oktober 1989. In dem überfüllten Kirchenraum spricht Heiko Pstrong, Mitglied der Gruppe der 20.
Quelle: Ulrich Hässler
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